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Luzides Träumen: Träume gezielt nutzen zur Selbstoptimierung

Sich an Trauminhalte erinnern können oder sie sogar bewusst steuern können und diese für die Selbstoptimierung einsetzen: Das wünschen sich einige Menschen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie in dem Beitrag.

Luzides Träumen – Was ist das genau?

Ein luzider Traum wird auch als Klartraum bezeichnet. „Unter luzidem Träumen oder Klarträumen versteht man Traumzustände, in denen sich ein Träumender bewusst ist, dass er träumt und so entscheidend ins Geschehen eingreifen kann“, erklärt Brigitte Holzinger. Sie leitet das Institut für Bewusstseins- und Traumforschung in Wien und hat luzides Träumen als hilfreiche Methode entwickelt, um Albträume zu  bekämpfen. In der Psychotherapie findet die intensive Beschäftigung mit den eigenen Träumen Verwendung, um Traumata oder wiederkehrende Albträume loszulassen.

Drei wichtige Faktoren definieren den Klartraum:

  1. Die Person weiß genau, dass sie schläft und sich im Traum befindet
  2. Der Träumende kann das Traumgeschehen bewusst steuern
  3. Nach dem Aufwachen kann die Person sich an den Traum erinnern

Luzide Träumer können ihren Klartraum bewusst beeinflussen und sich den Traum so gestalten, wie es ihnen gefällt. Darüber hinaus ist die wirkt sich luzides Träumen positiv auf die eigene Kreativität und die Leistungsfähigkeit aus. Falls Sie das Gefühl haben, dass Sie nicht träumen, dann liegen Sie falsch. Denn es träumt ausnahmslos jeder Mensch. Während des nächtlichen Schlafs werden bis zu fünf REM-Schlafphasen durchlebt. Diese Schlafphasen können Sie in dem Artikel „Das passiert, während wir schlafen“ auf Saleslife genau nachlesen. Warum manche Menschen sich besser oder andere sich schlechter an ihre Träume erinnern, haben französische Forscher entdeckt: Es liegt am Gehirn. Bei Personen, die ihre Traumerinnerungen im Aufwachen behalten können, sind bestimmte Hirn-Areale aktiver, die für die Aufmerksamkeit zuständig sind. So „landen“ Träume im Gedächtnis.

Mittlerweile ist der Klartraum kein esoterisches Hirngespinst mehr, sondern eine wissenschaftlich nachgewiesene Tatsache. Die sogenannte MILD-Methode (Mnemonic Induction of Lucid Dreams) trainiert das Gehirn zur Traumerinnerung. Dabei gibt es Übungen, mit denen Sie sich auf die neue Erfahrung vorbereiten können:

  1. Traumtagebuch führen

Ein erster Schritt, um in die Welt des luziden Träumens einzutauchen, ist das Führen des Traumtagebuchs. Das Tagebuch sollte direkt neben dem Bett liegen und sobald Sie aufwachen, sollten Sie Ihren Traum aufschreiben. Zu Beginn könnten die Erinnerung noch recht vage sein. Geben Sie sich genug Zeit, denn sie werden detaillierter werden mit der Zeit. Zudem wird das Traumgedächtnis trainiert und das Bewusstsein für den Klartraum gestärkt.

  1. Wirkungsvolles Schlaf-Mantra

Eine wirkungsvolle Methode beim Erlernen von Klarträumen entdeckte der amerikanische Psychologe Stephen LaBerg. Im Jahre 1980 sollten seine Testpersonen sich vor dem Einschlafen immer wieder folgenden Satz ins Gedächtnis rufen: „Das nächste Mal, wenn ich träume, werde ich mich daran erinnern, dass ich träume“. Seine Erkenntnisse machten ihn zum Pionier des luziden Träumens.

  1. Reality Checks

Damit Sie sich im Traum bewusst werden, dass Sie träumen, sollten Sie einen Reality Check durchführen. Ziel ist es, in der Tiefschlafphase überprüfen zu können, ob Sie sich tatsächlich im Traum befinden. Dieser Check muss im Wachzustand eingeübt werden. Dies könnte beispielsweise das Nasezuhalten sein. Im Traum können Sie unerwarteter Weise trotzdem weiteratmen, dann wissen Sie, dass Sie gerade träumen und sich nicht in der Realität befinden.

Eins lässt sich zum Abschluss festhalten:

Die Angst, dass sich Klarträume auf die Erholung während der Schlafphase auswirken, konnten Forscher wiederlegen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Testpersonen fühlten sich am nächsten Morgen fitter und wacher. Darüber hinaus pusht eine effektive Schlafphase die Leistungsfähigkeit am Tage. Denn wer ausgeschlafen ist, steigert automatisch die Konzentrationsfähigkeit. Zudem lässt sich unterbewusst kreatives Potenzial freisetzen und mit gezielter Übung mentale oder körperliche Fähigkeiten trainieren, die man im realen Leben einsetzen kann.

Die Einnahme von Schlaftabletten oder der Genuss von Alkohol beeinträchtig hingegen das Traumgeschehen. Dafür wirken sich eine gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf positiv auf Ihre Träume aus.

 

 

Quelle: https://www.brain-effect.com/magazin/luzides-traeumen

https://www.carpediem.life/10078/wie-luzides-traeumen-lernen/

Bildquelle: https://www.shutterstock.com/de


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Derya
Hallo, ich bin Derya und studiere "Crossmedia Communication & Management" in Bielefeld. Neben meiner Leidenschaft für das Lesen, begeistere ich mich für das Verfassen von kreativen Texten. ...
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