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3 Gründe warum wir nicht um Hilfe bitten

In vielen alltäglichen Situationen trauen wir uns nicht unsere Mitmenschen um Hilfe zu bitten. Oftmals ist es absehbar, dass wir die Deadline ohne außenstehende Hilfe eines Kollegen nicht einhalten können – wir wollen aber nicht um Hilfe fragen, da er selbst gerade sehr beschäftigt ist. Auch eine Gehaltserhöhung ist längst überfällig, denkst du, doch traust dich nicht den Chef danach zu fragen. Noch ein Szenario, welches vielen bekannt sein dürfte: Seit Wochen himmelst du deinen Schwarm an, bekommst aber nicht den Mut zusammen, die Person anzusprechen. Fragen ist in der Theorie sehr simpel, in der Praxis hingegen eine wahre Herausforderung!

 

Aus diesem Grund trauen wir uns nicht zu fragen

Hinter der Furcht vor der Frage steckt manchmal schlichtweg Schüchternheit. Es gibt auch andere Ursachen hinter dem fehlenden Mut: Unter anderem können es auch verschiedene Ängste sein wie beispielsweise 

  • die Angst vor Ablehnung
  • die Angst sich zu offenbaren („Ich bin auf Hilfe angewiesen“)
  • die Angst, dem Gegenüber in Verlegenheit zu bringen (weil er eigentlich mit einem „Nein“ antworten würde). 

Drei sinnvolle Gründe, trotzdem zu fragen

Was viele dabei übersehen: Es gibt gute Gründe, dennoch zu fragen. Diese sind zudem wissenschaftlich belegt.

 

1. Es sagen mehr Menschen „ja“, als wir denken

Die Psychologen Frank Flynn und Vanessa Bohns konnten schon vor einiger Zeit und in einer langen Reihe von Versuchen zeigen, dass wir uns regelmäßig verschätzen, wenn es darum geht, andere um einen Gefallen zu bitten oder einfach freundlich anzusprechen. Das Ergebnis des Versuches ergab, dass die Wahrscheinlichkeit für ein „Ja“ bei gut 50 Prozent liegt.

 

2. Fragen macht dich nicht schwächer, sondern stärker 

Es ist so ein typisches „Männerding“: Man ist im Auto unterwegs und verfährt sich plötzlich. Aber jemand Fremdes nach dem Weg fragen? „Wahre Männer fragen nicht nach dem Weg, sie finden ihn!“, hört man dann des öfteren. Dahinter steckt die oben schon erwähnte Furcht, Schwäche zu zeigen. Im Job läuft das sehr ähnlich ab. Etwa dann, wenn Schwierigkeiten in dem geplanten Projekt auftreten und man nicht um Rat oder Unterstützung bitten möchte. Denn wir haben Angst davor, zurückgewiesen oder vielleicht sogar dafür gemobbt zu werden. Dabei würde uns genau diese Hilfe in eine stärkere Position bringen: Denn wir bekommen mehr Orientierung und das Projekt fertig.

3. Sie fühlen sich danach besser

In Wahrheit wird dabei unser Schmerzzentrum aktiviert. Oder anders ausgedrückt: Es tut wirklich weh, wenn wir abgewiesen werden. Allerdings nur für einen kurzen Moment. Darüber hinaus stellten Forscher fest, dass der Kummer darüber, eine mögliche Chance verpasst zu haben, ebenfalls Kummer auslöst, nur dieser hingegen hält länger an. Denn nach einigen Wochen ärgern wir uns darüber, nicht gefragt zu haben. Im schlimmsten Fall ein ganzes Leben lang.

Also bedenke: Fragen kostet nichts – außer Mut! 

 

 

 

 

Quelle: https://karrierebibel.de/ich-trau-mich-nicht-zu-fragen/ 

Bildquelle: https://www.shutterstock.com/de/image


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Über den Author
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Derya
Hallo, ich bin Derya und studiere "Crossmedia Communication & Management" in Bielefeld. Neben meiner Leidenschaft für das Lesen, begeistere ich mich für das Verfassen von kreativen Texten. ...
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