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Mobbing am Arbeitsplatz: Wie du Anzeichen erkennst und was Du tun kannst

Leider ist Mobbing am Arbeitsplatz eine sehr verbreitete Problematik. Schätzungen zufolge erfahren mehr als eine Million Deutsche in ihrem Berufsleben Mobbing am eigenen Leib. 

Mobbing kann sich in verschiedenen Facetten äußern und in unterschiedlichen Zeiträumen. Es gibt verschiedenste Definitionen von Mobbing. Häufig gibt es Mobbing über einen längeren Zeitraum, wenn jemand schikaniert oder benachteiligt wird. Zudem gibt es noch das systematische Mobbing, welches systematisch und bewusst stattfindet, um dem anderen Schaden zuzufügen. 

 

Die 10 Mobbinghandlungen führen folgende Anzeichen und Symptome an:

  1. Gerüchte & Unwahrheiten: Wenn eine Person dauerhaft Gerüchte und Lügen verbreitet, um deren Ruf zu schaden ist das Mobbing.
  2. Falsches Bewerten von Leistungen: Geht das Mobbing von einem Vorgesetzten aus, bewertet dieser Deine Leistungen nicht fair oder dramatisiert Fehler bis hin zu Tragödien. 
  3. Sticheleien & Hänseleien: Auch diese Form ist eine Art von Mobbing am Arbeitsplatz. 
  4. Verweigern wichtiger Informationen: Wenn Dir wichtige Informationen verschwiegen werden, sodass Du Deine Arbeit nicht korrekt ausführen kannst, spricht man ebenfalls von Mobbing
  5. Massive & ungerechte fachliche Kritik: Jeder macht mal Fehler und wird dafür kritisiert. Allerdings ist eine konstruktive Kritik wichtig und wenn diese Fehler immer wieder in Frage gestellt wird, so ist das als Schikane zu bewerten. Insbesondere, wenn die Person dabei eingeschüchtert und respektlos behandelt wird.
  6. Ausgrenzung/Isolation: Du wirst nicht wahrgenommen und man grenzt Dich aus, beispielsweise bei Unterhaltungen in der Mittagspause oder bei Meetings. 
  7. Betroffene/r wird als unfähig dargestellt: Wenn Du von Vorgesetzten oder Kollegen dauerhaft und unsachlich als unfähig abgestempelt wirst, ist dies auch eine Form von Mobbing. 
  8. Beleidigungen: Beim Mobbing kommt es nicht nur zu Sticheleien, auch Beleidigungen werden mitunter geäußert – entweder direkt oder hinter Deinem Rücken.
  9. Arbeitsbehinderung: Darunter versteht man, dass Du Deine Arbeit nicht fachgerecht ausführen kannst, da Dir beispielsweise kein Zugriff auf ein relevantes Laufwerk auf dem Computer gewährt wird. 
  10. 10. Arbeitsentzug: Zu Mobbing gehört auch, wenn Dir Deine Arbeit weggenommen wird, sodass Du wenig oder gar keine Aufgaben mehr hast und möglicherweise durch Langeweile früher oder später sogar krank wirst.

Zusätzlich kann es beim Mobbing am Arbeitsplatz passieren, dass Betroffene häufig oder längerfristig wiederkehrend krank sind, sich von dem Team abgrenzen oder psychische Veränderungen auftreten, wodurch sich die Arbeitsleistung verringert oder eine absolute Arbeitsunfähigkeit die Folge ist. 

Was ist kein Mobbing?

Nicht jedes Fehlverhalten am Arbeitsplatz kann als Mobbing bezeichnet werden. Denn ein einfaches Triezen unter Kollegen unterscheidet sich da deutlich von systematischen Handlungen, wie es beim Mobbing der Fall ist.

Wer sind die Verantwortlichen?

In der Regel sind es die Kollegen, die mobben. In einigen Fällen sind auch Vorgesetzten am Mobbing schuld, dies wird auch als Bossing bezeichnet. Besonders das Bossing wirkt für Betroffene sehr bedrohlich, da sie sich hilflos fühlen und Existenzängste bekommen. Hier ist es sinnvoll, das Gespräch mit einer Vertrauensperson wie beispielsweise dem Betriebsrat zu suchen. Wenn der Versuch nicht zum Ergebnis führt, sollte man sich an entsprechende externe Konflikt- oder Mobbing-Experten wenden. 

Was kann man konkretes tun, als Mobbing-Betroffener?

Wenn Du das Gefühl hast, gemobbt zu werden, solltest Du Dir Hilfe innerhalb des Unternehmens suchen. Dazu zählt zum Beispiel, dass Du das Gespräch mit einem Kollegen suchst, der nicht am Mobbing beteiligt ist. Darüber hinaus kannst Du das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen, wenn es sich unter Mobbing innerhalb der Kollegen handelt. Zudem kannst Du Betriebs-oder Personalrat kontaktieren.

Nutze eine Mobbing-Beratung

Hilfe findest Du auch außerhalb des Unternehmens, beispielsweise durch regionale Mobbingtelefone, die einem bei der Suche nach Experten, Beratungsstellen und Kliniken mit dem Schwerpunkt Mobbing am Arbeitsplatz unterstützen. Eine Mobbing-Beratung analysiert zuerst gemeinsam mit Dir Deine aktuelle Situation und im nächsten Schritt werden geeignete Strategien und Lösungswege erarbeitet, die Dich unterstützen. 

Wechsle den Job

Wenn Du Dir Gedanken darüber gemacht hast, den Job aufgrund von Mobbing zu wechseln, dann solltest Du Dir diesen Schritt genauestens  überlegen. Wenn Du bereits alle Möglichkeiten zur Konfliktlösung durchlebt hast, dann solltest Du Dich schnell in einem anderen Unternehmen bewerben, solange Du noch die Kraft dafür hast. Denn bei äußerst schweren Konflikten ist Burnout keine Seltenheit. Auch über das Thema Burnout findest Du Artikel hier auf saleslife.de. 

Aber auch hier gilt: Den Job kündigen sollte man erst dann, wenn ein neuer Arbeitsvertrag vorliegt. Ansonsten droht eine dreimonatige Sperrzeit für’s Arbeitslosengeld. Liegt eine Meldung bei der Bundesagentur vor, sind auch die ersten drei Monate Arbeitslosengeld garantiert. Dafür muss der behandelnde Arzt ein Gutachten ausfüllen, welches mit dem Antrag auf Arbeitslosengeld abgegeben werden muss.  

 

 

Quelle: https://www.avantgarde-experts.de/de/magazin/mobbing-arbeitsplatz/

Bildquelle: https://www.shutterstock.com/de


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Über den Author
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Derya
Hallo, ich bin Derya und studiere "Crossmedia Communication & Management" in Bielefeld. Neben meiner Leidenschaft für das Lesen, begeistere ich mich für das Verfassen von kreativen Texten. ...
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