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DIY: Van Ausbau – Campingfans, aufgepasst!

Der Ausbau eines eigenen Vans, Wohnmobils, Busses etc. hat besonders durch das letzte Jahr immer mehr an Popularität gewonnen. Wenn man ein wenig Urlaubsfeeling genießen wollte, musste man kreativ werden. Das hat dazu geführt, dass die Menschen wieder mehr Bezug zur Natur gewinnen konnten. Wandern, Campen – einfach raus und die Pandemie für einen kurzen Moment vergessen.

DIY – also „do it yourself“ – liegt im Trend, vor allem was den Ausbau von Vans angeht. Von supermodern und kostspielig, bis hin zu kuschelig und preiswert – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Nun ja, bis auf die Größe des Vans natürlich!

Und da Frühling und Sommer vor der Tür stehen und noch unklar ist, was an Urlaub dieses Jahr so möglich sein wird, haben wir uns für Dich eine kleine Anleitung zum Ausbau eines Vans überlegt. Selbstverständlich sind dies nur Ideen und Anregungen, wie solch ein Ausbau aussehen KANN. Wir haben uns dabei eine einfache, aber dennoch praktische und gemütliche Variante überlegt – preiswerter und teurer geht natürlich immer! Jeder muss für sich selbst entscheiden, womit man sich wohl fühlt und was man mit dem Van vorhat.

Vorab sollte man gründlich recherchieren, welcher Van sich für einen Ausbau gut eignet. Wichtig ist, auf einen zu hohen Kilometerstand zu achten, denn das kann schnell für Probleme sorgen und den Urlaub in einen echten Albtraum verwandeln. Diese Fahrzeuge können beispielsweise gut für einen Ausbau verwendet werden:

– Fiat Ducato

– Iveco Daily

– Opel Vivaro

Aber auch bei der Auswahl des Fahrzeuges, gibt es unzählige Alternativen. Wer es gerne im Retro-Stil mag, der erkundigt sich nach einem alten VW Bulli – die haben viel Platz und sind ein echter Hingucker. Doch wie schon erwähnt: Je älter desto mehr muss gemacht werden! Es sei denn, er ist in einem guten Zustand.

 

Die Basics

1. Strom: Einbau einer Zweitbatterie mit Trennrelais

Dieser Schritt ist kein Muss. Wer aber nicht auf Strom für Steckdosen, Licht, Ladegeräte und z.B. auch für die Wasserpumpe einer Spüle verzichten will, der sollte sich im Vorfeld eine genaue Planung überlegen.

Um den Innenraum mit Strom zu versorgen, ist eine Zweitbatterie von Nöten. Versorgt wird diese Batterie durch die Lichtmaschine des Fahrzeugs während der Fahrt. Dies geschieht ganz leicht durch das sogenannte Trennrelais. Dies ist eine kleine Box, die im Motorraum bei der Batterie eingebaut wird und den Ladestrom in die Zweitbatterie leitet. Das Relais schaltet den Stromfluss erst an, wenn der Motor und somit auch die Lichtmaschine, welche für die Stromerzeugung in einem Fahrzeug zuständig ist, läuft. Dadurch verhindert das Trennrelais, dass die Zweitbatterie die Starterbatterie bei nicht laufendem Motor „leer saugt“ und der Wagen dann natürlich nicht mehr anspringt.

Hierfür solltest Du zusätzlich eine ganz genaue Anleitung durchlesen, da hierbei auch Kabel verlegt werden müssen.

 

2. Isolierung des Innenraums (Seitenwände und Decke)

Dieser Schritt ist enorm wichtig, denn es wird immer Feuchtigkeit im Van sein. Deshalb müssen vorab unbedingt eventuelle Roststellen behandelt werden. Sobald der Van komplett ausgeräumt und fertig für den Umbau ist, geht es mit der Isolierung los. Hier gibt es einiges zu beachten. Die Stärke der Dämmplatten ist abhängig von dem Platz (Tiefe) zwischen Blech-Außenwand und tragenden Metallholm des Fahrzeugs sowie der gewünschten Stärke der Isolierung. Merke: Je dicker die Isolierung, desto besser ist die Dämmung gegen Kälte und Hitze.Wir können euch hier die X-Trem Isolater Dämmplatten empfehlen. Die sind in unterschiedlichen Stärken und überall im Netz erhältlich.

Wer es noch ein bisschen isolierter möchte, der kann ebenfalls den Boden mit dämmen. Das ist besonders bei kalten Temperaturen von Vorteil. Jetzt musst Du nur noch alle zu dämmenden Flächen berechnen, damit Du weißt wie viel Dämmmaterial benötigt wird, und passend mit einem scharfen Cutter-Messer zuschneiden. Die X-Trem Isolater Dämmplatten müssen zum Befestigen mit Kleber versehen werden. Dafür eignet sich ein Sprühkleber, der großzügig und gut verteilt auf den Platten aufgesprüht wird.

Fassen wir zusammen:

  1. Quadratmeterzahl ausmessen
  2. Dämmplatten bestellen
  3. Dämmplatten zuschneiden
  4. Isolierung verkleben

 

3. Verkleidung

Hier wird es noch einmal etwas kniffelig. Beim Ausbau ist es wichtig, auf das Gewicht zu achten – jedes Gramm zählt. Bei der Verkleidung sollte ein leichtes, aber nicht zu dünnes Material verwendet werden. Hierfür eignet sich beispielsweise 5 mm dickes Pappel-Sperrholz. Für den Boden eignen sich am besten Siebdruckplatten in der Stärke 18-23 mm, da sie überhaupt keine Feuchtigkeit aufnehmen.

Damit die Platten von den Maßen her exakt passen, solltest Du Schablonen aus Pappe zurechtschneiden. Diese fixierst du dann auf den Holzplatten, malst mit einem Bleistift drumherum und schneidest sie vorsichtig mit einer Stichsäge aus. Jetzt kannst Du die Platten mit Schrauben an den Holmen des Fahrzeugs anbringen.

Beachte jedoch, so wenig Löcher wie möglich in Deinen geliebten Van zu bohren!

 

4. Innenausbau

Dieser Teil ist sehr individuell – dem einen reicht ein Bett und viel Stauraum, der andere möchte auf jeden Fall eine kleine Küchenzeile mit Gaskocher und Spüle. Wer eine Spüle haben möchte, muss sich eine genaue Anleitung dafür besorgen.

Da uns in diesem Fall nicht einfach nur eine Matratze auf dem Vanboden reicht, haben wir für Dich eine Idee wie Du Dein Bett konstruieren kannst und dabei noch für Stauraum sorgst.

Im Grunde ist das gar nicht so schwer: Erst einmal musst Du Maßnehmen, wie groß und hoch das Bett sein soll bzw. darf – das ist schließlich von der Größe Deines Vans abhängig. Einmal die Maße genommen, baust Du aus stabilen Holzbalken ein Gerüst auf, für welches Du bereits ein passendes Lattenrost hast, oder Du passend zugeschnittene Holzlatten quer über das Gerüst befestigst. Matratze drauf und voilà! So kannst Du unter Deinem Bett noch ganz viele Dinge verstauen.

 

 

5. Deko

Zum Schluss wird es nochmal richtig spaßig! Bei der Deko und dem Anbringen von Regalen usw. sind keine Grenzen gesetzt. LED oder batteriebetriebene Lampen, Lichterketten, Regale, Bilder – lass Deiner Fantasie freien Lauf. Auch die Verkleidung lässt sich noch richtig schön herrichten. Einige verkleiden ihren Van mit Holzpaneelen, streichen oder tapezieren die Verkleidung, um den Van wohnlicher zu gestalten.

Fakt ist: Wer sich so ganz und gar nicht handwerklich auskennt, sollte sich hierfür entweder einige Tutorials anschauen, viel recherchieren oder Hilfe besorgen. Vor allem wenn es um das Thema Strom geht!

Wie bereits erwähnt, gibt es unzählige Arten wie man seinen Van umbauen kann, was einem wichtig ist und worauf man nicht verzichten möchte. Wer vor hat, oft auf Campingplätzen zu sein, der hat auch dort die Möglichkeit auf fließendes Wasser und sanitäre Anlagen. Wenn Dir die Basics und der Gemütlichkeitsfaktor reichen, ist diese Anleitung eine gute Inspiration. Bei dieser „Grundausstattung“ kannst Du mit ca. 500 – 1000 Euro rechnen, mit Küche und WC wird es ein wenig teurer.

Wer also im nächsten Urlaub auf Hotels verzichten möchte, seine Abenteuerlust entdecken und selbst etwas kreativ werden möchte, für den ist dieses Projekt genau das Richtige!

 

Eure Leah 

 


 

Headerbild: Laura Dean / shutterstock.com

Bild: https://www.shutterstock.com/de/g/MattxDavey

 


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Über den Author
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Leah
Hey, ich bin Leah und als Redakteurin für SalesLife unterwegs. Während meines Modestudiums an der Fachhochschule Bielefeld, habe ich meine Leidenschaft fürs Schreiben und für die Magazingestaltung entdeckt. Dank, der Interdisziplinarität an der FH, konnte ich meine Fühler in Richtung Grafik- und Kommunikationsdesign ausstrecken und mich somit auf das Schreiben ...
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