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Ideenmanagement – Das unterschätzte Potenzial im Unternehmen

Was früher noch als „betriebliches Vorschlagswesen“ betitelt wurde, hat sich heute weitgehend zum Ideenmanagement etabliert. Das Ideenmanagement umfasst die Entwicklung, Sammlung und Auswahl geeigneter Ideen, um Verbesserungen und Innovationen zu initiieren. Was könnte nun die stärkste Ressource für Kreativität im Unternehmen darstellen? Richtig – die eigenen Mitarbeiter. Anfangs war die Vorstellung, Ideen von seinen Mitarbeitern anzunehmen, nicht besonders erwünscht, da man sie als nicht dafür qualifiziert genug ansah. Doch wer heutzutage das Ideenmanagement fest in sein Unternehmen mit eingebunden hat, weiß, dass das schlichtweg Humbug ist. Die Mitarbeiter verfügen über ein großes Know-how, welches oftmals im Verborgenen bleibt. Wieso dies nicht also nutzen? Inzwischen gibt es zahlreiche Belege dafür, dass Unternehmen von den Ideen Ihrer Mitarbeiter deutlich profitieren.

Bei richtiger Anwendung ist das Ideenmanagement ein Mittel, um eine innovative Arbeitsatmosphäre zu fördern, Arbeitsprozesse zu verbessern und die Motivation der Mitarbeiter zu steigern. Richtiges Ideenmanagement ist keine Aufgabe, sondern eine Denkweise, mit der Mitarbeiter an ihrem eigenen Workflow-Design teilnehmen können. Dies schafft ideale Voraussetzungen für ein positives Arbeitsumfeld und Berufsethik. Darüber hinaus kann das Ideenmanagement durch gute Kommunikation eine offene Unternehmenskultur fördern, die von Vertrauen geprägt ist. Eines der verbleibenden Hauptziele ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit, zu der auch erhebliche Einsparungen gehören.

Damit gute Ideen generiert werden können, hat man das Ideenmanagement in sieben Bestandteile gegliedert:

1. Freiraum

Wichtiger als den Einsatz von bestimmten Techniken ist es, den Mitarbeitern den Freiraum zu geben, den sie benötigen. Sie sollten bestimmte Zeiten haben, in denen sie sich regenerieren können. Denn wenn der Kopf voll ist, können auch keine herausragenden Verbesserungsvorschläge entstehen.

2. Vorschläge

Die Idee des Mitarbeiters – auch als Einreicher bezeichnet – muss gewisse Bedingungen erfüllen. Auf Probleme hinzuweisen ist keineswegs unwichtig und somit auch erwünscht. Doch dabei handelt es sich noch nicht um eine Idee. Es sollte vielmehr ein Lösungsvorschlag zur Bekämpfung des Problems unterbreitet werden. Daher sind hier die W-Fragen zu beantworten: Was, warum und wie?

3. Empowerment

Das Potenzial ist da. Damit sich die Mitarbeiter trauen, auch kleinste Ideen auszudrücken, muss die Hemmschwelle so niedrig wie möglich sein. Sie müssen ermutigt werden, eine wichtige Rolle für den Erfolg des Unternehmens zu spielen und sich aktiv zu beteiligen. Führungskräfte müssen die Notwendigkeit erkennen und diesen Ansatz aktiv bestärken – davon hängt der Erfolg des Ideenmanagements im hohen Maße ab.

4. Unternehmenskultur

Darüber hinaus ist eine vertrauenswürdige Unternehmenskultur unabdingbar. Den Mitarbeitern das Gefühl zu geben, sie seien eher ein Feind und müssten sputen, der kann sich Motivation und Engagement von der Backe putzen.

5. Übermittlungswege

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, wie Ideen von Mitarbeitern zu Vorgesetzten oder Entscheidungsträgern gelangen. Viele Unternehmen haben dafür spezielle Ideenmanager, die Ideen schriftlich, mündlich oder per E-Mail erhalten. Sie können die Idee auch direkt beim Vorgesetzten oder Betriebsrat einreichen oder in den dafür vorbestimmten Briefkasten werfen.   

6. Bewertung

Sobald die Ideen erhalten werden, legt man sie einem Gutachter vor. Der entscheidet darüber, ob der Vorschlag umgesetzt wird. Hierbei wird ebenfalls geprüft, ob es sich um eine neue Idee handelt oder sie bereits vorgeschlagen wurde. Der zuerst eingereichte Vorschlag hätte hier dann allerdings Vorrang. Das Ideenmanagement ist von motivierten Mitarbeitern abhängig, damit es funktionieren kann. Dies kann unter anderem dadurch erreicht werden, dass Mitarbeiter schnelles und qualifiziertes Feedback zu ihren Ideen erhalten.

7. Prämien / Boni

Wenn das Unternehmen Kosten gespart oder von den umgesetzten Ideen profitiert hat, erhalten die Mitarbeiter oftmals eine Prämie. Diese Gebühr wird in der Regel in Form eines festen Prozentsatzes vergeben. Dies wird basierend auf dem Einkommen des ersten Jahres berechnet. Diese Art von Bonus kann jedoch problematisch sein, da sie Eifersucht verursachen kann. Insbesondere wenn mehrere Personen eine Idee vorbringen, kann es schwierig sein, sie zu trennen. Stattdessen könnte man gemeinsam im Team das Engagement durch besondere außerbetrieblichen Aktivitäten belohnen. Vorschläge aus dem eigenen Tätigkeitsbereich sind im Ideenmanagement nicht enthalten. Sie sind an das Arbeitsverhältnis eingebunden und daher im Gehalt enthalten.

Das Ideenmanagement bringt Licht in das unentdeckte und unterschätzte Potenzial des Unternehmens. Wieso nur eine Handvoll Ideen nutzen, wenn man ein ganzes Universum voller Innovationen haben kann?

 

Ihre Leah

 

 

 

 

Quelle: https://www.starting-up.de/geschaeftsideen/trends/ideenmanagement-kompakt.html

https://www.hypeinnovation.com/de/loesungen/was-ist-ideenmanagement

https://www.fuer-gruender.de/blog/ideenmanagement-richtig-umsetzen/

Bildquelle: https://www.shutterstock.com/de/g/pathdoc

 


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Über den Author
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Leah
Hey, ich bin Leah und als Redakteurin für SalesLife unterwegs. Während meines Modestudiums an der Fachhochschule Bielefeld, habe ich meine Leidenschaft fürs Schreiben und für die Magazingestaltung entdeckt. Dank, der Interdisziplinarität an der FH, konnte ich meine Fühler in Richtung Grafik- und Kommunikationsdesign ausstrecken und mich somit auf das Schreiben ...
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