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Visitenkarte adé?! Mit diesen digitalen Alternativen kannst Du Deinen Kontakt auf Veranstaltungen weitergeben

Nachhaltigkeit wird ein immer größeres Thema — und damit nehmen wir nun die Visitenkarte genauer in den Blick. Sie ist ein wunderbares Mittel, um Deinen Bekanntheitsgrad zu steigern, besonders im Gedächtnis Deines Gegenübers zu bleiben und Dich, Deine Firma und deren Leistung in wenigen Sätzen/Sprüchen auf den Punkt zu bringen.

Doch Du kennst aus Sicht der Visitenkartenempfänger bestimmt auch folgende Situation: Auf der nächsten Veranstaltung erhältst Du 10+ neue Visitenkarten und weißt irgendwann nicht mehr, wohin damit. Die meisten landen daher dort, wo sie eigentlich nicht hinsollten: in den Müll.

Damit Dir das nicht mit Deinen potenziellen Kontakten und Kunden passiert, lohnt es sich, digitale Alternativen zu nutzen.

Die Vorteile von digitalen Visitenkarten

Auch wenn analoge Visitenkarten ein echter Hingucker sein können und besonders kreative Karten uns meist lange im Gedächtnis bleiben, sind die Vorteile ihren digitalen Gegenstücken enorm.

Wie oft warst Du schon in der Situation, jemanden kennenzulernen und dann festzustellen, dass Du keine Visitenkarten dabeihast? Sei es, weil sie gerade leer sind oder weil Deine Geldbörse noch zu Hause ist. Unser Smartphone hingegen ist meist ein ständiger Wegbegleiter und daher eher verfügbar.

Nachhaltigkeit habe ich bereits angesprochen, doch möchte ich hier noch einmal zwei Aspekte hervorheben: Zum einen sind wir gewöhnt, alle Visitenkarten anzunehmen, die uns angeboten werden. Wann hast Du z.B. das letzte Mal auf einer Veranstaltung eine Dir angebotene Karte abgewiesen? Am Ende der Veranstaltungen landen dann all diejenigen Karten, an denen wir gar kein Interesse haben, im Müll. Zum anderen passiert es auch immer wieder, dass Kontakte, mit denen wir lange Zeit zusammengearbeitet haben, an Relevanz verlieren. Irgendwann sehen wir dann deren Visitenkarten und auch diese landet im Papierkorb. All das kann mit digitalen Visitenkarten nicht passieren.

Ein Aspekt, der so gesehen auch mit der Umwelt zu tun hat: Hast Du schon einmal eine Visitenkarte verloren? Einmal schnell die Karte hervorgeholt und dann in Gedanken verloren an einem Platz abgelegt, der uns einfach nicht mehr einfällt. Das kann bei digitalen Visitenkarten selbstverständlich nicht passieren.

Auch die Erstellung digitaler Visitenkarten ist praktischer und flexibler. Denn analoge Karten müssen erst produziert werden und können nachträglich nicht mehr angepasst werden.

Für verschiedene Anlässe lassen sich verschiedene digitale Visitenkarten anlegen. Nicht jeder Kontakt fällt in die gleiche Kategorie und es kann sehr sinnvoll sein, verschiedenen Menschen auch unterschiedliche Informationen mitzugeben. Analog ist dies zwar auch möglich, aber würde viel mehr Aufwand kosten und auch die Umwelt noch weiter belasten.

In Zeiten von Corona hat die physische Kontaktvermeidung einen sehr hohen Stellenwert bekommen. Auch hier zahlen sich digitale Visitenkarten aus, sodass alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden können.

Digitale Alternativen für die eigene Visitenkarte

Prinzipiell lassen sich digitale Alternativen in 4 Kategorien aufteilen

1. Smartphone-Apps zum Austausch der virtuellen Visitenkarte
2. Rückgriff auf bestehende Messenger- bzw. Social-Media-Dienste zum Austausch der Kontakte
3. Kontaktversand mittels bestehender Technologie auf dem Smartphone
4. Verwendung von Offline-Tools, die z.B. anschließend auf die eigene Website führen

1. Smartphone-Apps

Auf dem aktuellen Markt gibt es eine Vielzahl an Apps, die diese Funktion anbieten. Daher gehen wir hier nicht ausführlich auf einzelne Apps ein, sondern betrachten die Vor- und Nachteile für Dich App-unabhängig.

Zunächst ist der Gestaltungsspielraum enorm: Viele Apps lassen sich großartig individualisieren und ermöglichen Dir, genau Deinen Stil zu kreieren. Zusätzlich ist der Austauschprozess vor Ort denkbar einfach. Einige wenige Klicks und schon haben Dein Gegenüber und Du jeweils die Visitenkarte vom anderen.

Gleichzeitig birgt diese Vorgehensweise bei den meisten Apps auch einen großen Nachteil:

Sowohl Du als auch Dein Gegenüber müssen die jeweilige App auf dem Smartphone installiert haben. Da die Auswahl an Apps recht groß ist, besteht die Chance, dass Dein Gegenüber gerade die App, die Du nutzt, nicht zur Hand hat. Entweder führt man auf Großveranstaltungen also alle gängigen Visitenkarten-Apps auf dem Smartphone installiert mit sich herum oder diese Option ist nicht so zuverlässig, wie Du Dir vielleicht erhoffst.

Wenn Du Visitenkarten-Apps ausprobieren möchtest, kannst Du z.B. folgende testen:

Evernote Hello, DigiCard, Google Googles

Es gibt mittlerweile auch Anbieter, die die Notwendigkeit der App-Installation umgehen:

Als Beispiel sei hier die App „Unite“ genannt. Mit dieser kannst Du anderen Menschen Deine Visitenkarte zusenden unabhängig davon, ob sie die App installiert haben oder nicht. Falls Dein Gegenüber ebenfalls diese App nutzt, können sich die eure Kontakte sogar regelmäßig synchronisieren.

2. Messenger und Social-Media

Du kannst "klassischer" vorgehen, indem Du Dich mit Deinem Gesprächspartner über gängige Plattformen wie Xing, LinkedIn, Whatsapp, Facebook oder Instagram vernetzt.

Dies geht schnell und in der Regel sind solche Plattformen weit verbreitet. Nachteil hier ist, dass auch wiederum beide angemeldet sein müssen und ein neuer Kontakt auf LinkedIn oder gar Whatsapp oft nicht so intensiv in Erinnerung bleibt wie eine außergewöhnliche Visitenkarte.

Mittlerweile sind Messenger-Dienste wie Whatsapp oder Telegram auch problematisch in Bezug auf Datenschutz. Daher wird auch von vielen Juristen davon abgeraten, diese Dienste im beruflichen Kontext zu verwenden. An dieser Stelle hebt sich "Signal" positiv hervor, aber auch hier solltest Du Dich* im Vorfeld genauestens informieren, ob es konform ist mit der aktuellen Rechtslage. Es besteht außerdem das Risiko, dass andere diesen bisher nicht sehr verbreiteten Dienst noch nicht benutzen.

3. Bestehende Technologien auf dem Smartphone

Prinzipiell lassen sich Kontakte auch von Smartphone zu Smartphone mittels Bluetooth oder SMS übertragen. Das erspart Dir und Deinem Gegenüber, die Kontaktdaten per Hand ins Smartphone einzutragen. Bei beiden Verfahren gibt es allerdings Probleme:

Beim Austausch zwischen Android- und IOS-Geräten via Bluetooth kann es zu Komplikationen kommen, sodass es nicht immer funktioniert.

Kontakte, die Du per SMS verschickst, lassen sich nicht einfach so als Kontakt auf dem Gerät abspeichern. Entweder durchforstest Du also immer wieder Deinen SMS-Verlauf oder tippst die Daten dann doch händisch ein.

4. Offline-Tools:

Ein eher neuer Trend umfasst das Nutzen von analogen Hilfsmitteln bzw. Gegenständen, die Du verwenden kannst, um vor Ort Deinen Kontakt mitzugeben.

Was mittlerweile z.B. jeder kennt, sind die sogenannten QR-Codes. Du kannst Dir Deinen personalisierten QR-Code selbst erstellen und mit Dir tragen. Diesen kann Dein Gegenüber dann einscannen und kommt so zu Deiner Website, Deinem Social-Media-Profil oder anderen Orten im Netz. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Einziger Wermutstropfen ist, dass zwar alle IOS-Geräte einen integrierten QR-Scanner in der Kamera-App besitzen, diese Funktion jedoch bei sehr vielen Android-Geräte von Haus aus nicht vorhanden ist. Hier muss Dein* Gegenüber unter Umständen erst eine Sekundär-App installieren, die das Scannen ermöglicht. Dieser zusätzliche Aufwand schreckt viele daher davon ab, QR-Codes zu verwenden.

Alternativ kannst Du beispielsweise die kostenpflichtigen Sticker von TAP’D verwenden. Auf diesen lassen sind alle möglichen Informationen speichern. Zur Übertragung dieser Daten wird dann die NFC-Funktion benötigt, die glücklicherweise sehr viele der neueren Smartphones besitzen.

Der clevere Umgang mit "analogen" Visitenkarten

Was ist, wenn Du auf einer Veranstaltung bist und unzählige analoge Visitenkarten zugesteckt bekommst?

Wie wäre es damit, ein Zeichen zu setzen: Es gibt sowohl für IOS als auch für Android sogenannte Visitenkarten-Scanner-Apps. Damit kannst Du direkt vor Ort die neuen Visitenkarten für Dich einscannen und diese im Anschluss zurückgeben! Dadurch bleibt Deine* Geldbörse übersichtlich und Du hast die Daten direkt digital verfügbar.

Und es hilft sofort der Umwelt, denn Deine* Gesprächspartner können die Karte jemand anderem geben oder sogar merken, dass sie gar keine große Menge an Karten mehr benötigen.

Digitale Visitenkarten selbst erstellen

Zum Abschluss möchte ich Dir noch ein Tool vorstellen, welches Du zur Erstellung eigener Visitenkarten (ob digital oder analog) verwenden kannst. Auf Canva.com erhältst Du alles, was Dein Kreativ-Herz höherschlagen lässt. Neben unzähligen Vorlagen für alle gängigen Formate (z.B. Social-Media-spezifische Banner, Poster oder auch CV's) kannst Du dort sogar in der kostenlosen Variante auf eine riesige Bibliothek an Grafiken und Bildern zurückgreifen und Dich so richtig austoben.

Fazit

Wie Du sehen kannst, haben digitale Visitenkarten viele Vorteile gegenüber ihren analogen Schwestern. Doch ich möchte hier betonen, dass beide Versionen ihre Daseinsberechtigung haben.

Gerade dadurch, dass die Digitalisierung immer weiter fortschreitet, werden reale Gegenstände mehr und mehr zu etwas Besonderem. Und das kannst Du nutzen, um Menschen im Gedächtnis zu bleiben.

Eine stimmige Mischung aus digital und analog ist hier der Schlüssel!

Euer Andreas


Quellen:
Titelbild: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/man-holding-white-business-card-on-313679270
https://www.hosteurope.de/blog/7-digitale-alternativen-zu-realen-visitenkarten/
https://www.gruender.de/software-tools/digitale-visitenkarte/
https://centralstationcrm.de/blog/die-besten-fuenf-visitenkarten-scan-apps-fuer-ihr-android-smartphone-samsung-huawei-htc-co-


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Über den Author
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Andreas
Hallo meine Lieben! Ich bin Andreas und seit 2020 als Reporter für Saleslife unterwegs. Als selbstständiger Coach, Trainer für Gewaltfreie Kommunikation, YouTuber und ausgebildeter Gymnasiallehrer suche ich immer wieder neue Herausforderungen. Abseits von bekannten Wegen probiere ich ungewöhnliche Ideen aus und nutze meine Kombination von Empathie, Intiution und logischem Denken, um ...
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