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Das Jahr 2021: Zeit für Veränderungen

Veränderungen sind ein unvermeidbarer Bestandteil unseres Lebens. Besonders im Jahr 2020 haben wir alle gemerkt, wie sehr wir uns an Veränderungen privat als auch beruflich gewöhnen müssen. Umstellung auf ein neues Computerprogramm, Entlassung, Trennungen oder ein Umzug in eine andere Stadt. Solche Situationen fordern von uns die Fähigkeit, sich veränderten Situationen anzupassen und sich neu zu entwickeln. Oftmals geschehen solche Veränderungen der Lebensbedingungen nicht ohne Ängste oder Verunsicherungen. 

Für einige Menschen ist Neues mit Lust und Neugierde verbunden. Allerdings ist ein wichtiger Faktor dabei, ob diese Veränderung freiwillig geschieht oder wir uns von den Lebensumständen „gezwungen“ sehen.

Was ist der Vorteil, wenn wir uns verändern?

Dazuzulernen, etwas Neues auszuprobieren oder sich neu zu orientieren kann etwas Spannendes sein. Dadurch bekommen wir die Anerkennung und die Fähigkeit, dass wir in der Lage sind uns neu anzupassen und weiterzuentwickeln. Ebenso wächst unser Selbstvertrauen, wenn wir uns weiterentwickeln. Eltern, die ihr Kind vor Veränderungen behüten wollen und nichts eigenständig ausprobieren lassen, vermitteln dem Kind die Einstellung: „Mir kann man nichts zutrauen. Ich bin zu schwach.“ Doch in dem Moment, in dem wir uns etwas Neues zutrauen, erfahren wir auch etwas über unsere Grenzen. Wir lernen, was wir noch besser integrieren können und wo unsere Grenzen sind. Zudem bekommen wir immer eine Bereicherung an Erfahrung, die uns bei zukünftigen Aufgaben von Vorteil sein können.

Wann der Zwang zur Veränderung nicht das Wachstum unterstützt

Viele Menschen möchten lieber in der Komfortzone bleiben und in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. Von Neugier und Begeisterung ist keine Rede. Was hemmt die Motivation hin zur Veränderung?

Veränderungen erleben wir als eine Belastung, wenn

  • sie von außen auf uns zukommen und wir uns fremdbestimmt und als Opfer der Umstände fühlen
  • die Veränderungen nicht in unsere aktuelle Lebenssituation passen
  • wenn wir das Gefühl haben, dass wir der Veränderung nicht gewachsen sind
  • wir eine ängstliche Persönlichkeit besitzen und das sichere Umfeld benötigen, um uns gut zu fühlen

Mittlerweile hören wir insbesondere in der Arbeitswelt: Wer nicht mithält, wird unter gehen!“ Dabei sind die Auswirkungen enorm. Denn wir fühlen uns als Versager und manipuliert. Gleichzeitig wird das Gefühl ausgelöst, fremdgesteuert zu werden.

Wir können uns die Anpassung an die neue Situation als einen Prozess von 4 Phasen vorstellen:

  1. Die Phase des Nicht-Akzeptieren-Wollens

Der Schmerz der bevorstehenden Veränderung ist so groß, dass wir versuchen, die Veränderung verhindern zu wollen.

  1. Phase der aufbrechenden Gefühle

Die erforderliche Veränderung löst unterschiedliche Reaktionen in unserem Körper aus. Zweifel und Ängste kommen hoch und die Gedanken kreisen in unserem Kopf herum.

  1. Phase der Neuorientierung

In dieser Phase sehen wir wieder die Hoffnung und glauben, dass Leben wieder bewusst steuern zu können. Wir akzeptieren die Situation sowohl auf der Gefühlsebene als auch auf der gedanklichen.

  1. Phase des neuen Gleichgewichts

Unser Fokus ist auf die Zukunft gerichtet. In der letzten Phase können wir die Erfahrungen aus der Vergangenheit ruhen lassen und manchmal stellt sich sogar heraus, dass die Veränderung etwas Positives mit sich trägt.

Wie kann man mit Veränderung professionell umgehen?

Tipp 1: Wenn unerwünschte Veränderungen auf uns zukommen, ist es verständlich zunächst mit negativen Gefühlen zu reagieren. Daher ist es wichtig, diese anzunehmen und mit ihnen zu arbeiten. Hadernde Gedanken wie: „Womit habe ich das nur verdient?“ oder „So etwas darf mir nicht passieren“ können wir ersetzen mit Fragen wie: „Was kann ich tun, um die Situation für mich zu verändern?“ oder „Was bringt die neue Situation an Positivem für mich?“

Tipp 2: Ängste und Gedanken wie: “Es wird alles negativ enden. Dies kann ich nicht ertragen“ lösen in uns Stress aus. Daher sollten wir versuchen, uns Mut zu machen und uns innerlich sagen: „Was auch immer auf mich zukommen wird, ich habe bisher immer eine passende Lösung für mich gefunden und ich werde es wieder schaffen.“

Tipp 3: Sinnvoll ist es auch, uns bewusste Situationen ins Gedächtnis zu rufen, was wir bisher in unserem Leben erreicht haben und mit welchen Situationen wir kämpfen mussten.

Tipp 4: Kleine Schritte führen zum Ziel

Wir sollten keine Perfektion verlangen und uns nicht mit Bergen von Aufgaben überschütten. Das heißt, dass wir nach Möglichkeit die Fortschritte schriftlich notieren und im Voraus planen.

Meist hilft uns auch der Gedanke: „Wer weiß, wofür die Veränderung gut ist“. Denn oftmals erscheinen uns im ersten Moment die Veränderung als sehr negativ, entpuppen sich im Rückblick allerdings als etwas Gutes.

Quelle: https://www.palverlag.de/angst-vor-veraenderungen.html

Bildquelle: https://www.shutterstock.com/de


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Derya
Hallo, ich bin Derya und studiere "Crossmedia Communication & Management" in Bielefeld. Neben meiner Leidenschaft für das Lesen, begeistere ich mich für das Verfassen von kreativen Texten. ...
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