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Remote- und Hybridarbeit: Vertrauen ist doch besser?

Im Jahr 2020 haben wir noch alle gehofft, dass die Zeiten von Homeoffice bald vorbei sind. Die Umstellung, allen Mitarbeitern/-innen Homeoffice zu ermöglichen, hat vielen Unternehmen Nerven gekostet. Doch im Jahr 2022 haben sich viele Meinungen diesbezüglich längst geändert. Immer mehr Arbeitnehmer/-innen wünschen sich mehr Flexibilität für wo und wann sie arbeiten. Remote- und Hybridarbeit soll fester Bestandteil der Arbeitswelt werden – in vielen Unternehmen ist dies bereits umgesetzt.

Doch vielen Führungskräften bereitet diese freie Form der Arbeit immer noch Sorge. Denn schließlich kann niemand zu hundert Prozent nachvollziehen, wie die Mitarbeiter/-innen wirklich arbeiten. Doch eine übermäßige Kontrolle ist der falsche Weg. Dies wirft eine dringende Frage für die Zukunft der Arbeit auf: Wie können Arbeitgeber/-innen die Vorteile von Remote- und Hybridarbeit nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass sie sich unterstützt fühlen und Teams effektiv arbeiten?

Das Fundament für die Funktion dieser Zusammenarbeit heißt Vertrauen. Ohne ein gewisses Grundvertrauen ist jede Art von Teamarbeit kaum möglich. Die Entfremdung zwischen Arbeitgebern/-innen und Arbeitnehmern/-innen rührt oft von einem allgemeinen Mangel an Kommunikation, Transparenz und Vertrauen her. Führungskräfte müssen verstehen, welche Rolle Vertrauen für ihren Erfolg spielt. Dieses Wissen hilft ihnen dabei, gegenseitiges Vertrauen in ihren Teams aufzubauen, sodass sie in einer zunehmend hybriden und dezentralen Arbeitsumgebung erfolgreicher sein können.

 

Doch wie lässt sich nun dieses Vertrauen aufbauen bzw. aufrechterhalten?

 

Keine Kontrolle, aber Kommunikation. Wöchentliche Meetings und Einzelgespräche unterstützen die Vereinbarungen in den Teams sowie zwischen dem/der Arbeitgeber/-in und dem/der Arbeitnehmer/-in. Kurze Gespräche im Büro, wie die an der Kaffeemaschine, fallen durch die Fernarbeit weg. Doch sie sind unglaublich wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und Gemeinschaftsgefühl. Sogenannte „Lunch-Dates“ können hierfür förderlich sein und den nötigen Smalltalk ersetzen.

Mehr Transparenz am Arbeitsplatz. Unternehmen müssen ihre Geschäftsstrukturen und -prozesse so anpassen, dass ihre Mitarbeiter/-innen auch an Remote-Arbeitsplätzen nachvollziehen können, wann Fristen und Vereinbarungen eingehalten werden sollen und müssen. Dies ermöglicht eine bessere Planung für beide Seiten.

Regelmäßige Feedback-Gespräche. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der internen Kommunikation, egal ob im Homeoffice oder im klassischen Büro. Gerade wenn man selbstständig arbeitet und kein direktes Feedback von seinem Team bekommt, kann man sich als Mitarbeiter/-in schnell überflüssig und unterschätzt fühlen. Positives Feedback kann die Motivation steigern und hilft, die Ambitionen hochzuhalten.

Software-Tools nutzen. Software-Tools für Zielvereinbarungen und Leistungsmessung helfen Führungskräften, strategische Ziele zu setzen und die individuellen Personalziele daran auszurichten. Dies gibt ihnen die Flexibilität, ihre Ziele anzupassen, wenn sich ihre geschäftlichen Prioritäten ändern. Die Software kann auch für quantitative Analysen genutzt werden – etwa wie viele Ziele im Team erreicht wurden etc. Andere Tools, die die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Mitarbeitern/-innen erleichtern, sind ebenfalls wichtig.

 

Hybrid-und Remotearbeit sind gekommen, um zu bleiben – das steht außer Frage. Leicht wird das für viele Führungskräfte nicht, doch sie müssen sich den Herausforderungen stellen und gewisse Kernprinzipien festlegen. Die oben aufgeführten Punkte können Arbeitgebern/-innen ein wenig dabei helfen, das Unternehmen erfolgreicher aus der Ferne zu führen. Doch der Schlüssel zum Erfolg dieser Zusammenarbeit beruht auf dem Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen den Führungskräften und dem Personal. Nichtsdestotrotz ist aber auch der/die Arbeitnehmer/-in in der Pflicht, seine/ihre alten Arbeitsweisen zu adaptieren und sich auf neue Wege einzulassen.

 

 


Bildquelle: https://www.shutterstock.com/de/g/xtock

 


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Leah
Hey, ich bin Leah und als Redakteurin für SalesLife unterwegs. Während meines Modestudiums an der Fachhochschule Bielefeld, habe ich meine Leidenschaft fürs Schreiben und für die Magazingestaltung entdeckt. Dank, der Interdisziplinarität an der FH, konnte ich meine Fühler in Richtung Grafik- und Kommunikationsdesign ausstrecken und mich somit auf das Schreiben ...
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